Posts filed under 'Life of the Americans'

Black Friday Shopping

Ein Wahnsinn! Heute haben wir den Amerikanischen Kommerztrieb auf einer neuen Stufe kennen gelernt. Und natürlich auch gleich mitgemacht – rein aus kulturellem Interesse. ;-)

Der Freitag nach Thanksgiving (dieses war gestern!) heißt hier „black friday“… und zwar deshalb, weil an diesem Tag die Leute „schon vor Anbruch der Dämmerung“ einkaufen gehen (tatsächlich beginnt der Wahnsinn um Punkt Mitternacht). Der Tag läutet das Weihnachtsgeschäft ein und die meisten Geschäfte haben spezielle Angebote, einige reduzieren gleich die Preise des gesamten Sortiments um 25 oder 50 Prozent. Natürlich nicht den ganzen Tag sondern nur von Mitternacht bis 6 Uhr früh… die „black friday shopper“ sollen ja auch irgendwie belohnt werden… und davon gab es viele. Tausende. (mehr…)

4 comments 24. Nov., 2007

Picture Session 4 (12 pictures) – Homecoming & Kantersieg vs. Michigan State

Howard's RockLetztes Wochenende war wieder ein Event der Extra-Klasse angesagt: Homecoming-Weekend und Football vs. Michigan State. Homecoming – ein Wochenende, an dem Graduates der letzten Jahre und Jahrzehnte „zurück nach Hause“ zur Uni kommen – ist hier eine große Sache. Dementsprechend überfüllt war der Campus auch mal wieder.

Alle 12 Bilder bei Klick auf „more“!

Anlässlich des Homecomings haben einige Gruppen auf dem Bowman-Feld riesige Holz-Maschendraht-Papier Konstruktionen kreiert (die natürlich gewertet wurden) – auf den letzten 4 Bildern seht ihr ein paar dieser beeindruckenden „Welcome Back“ Konstruktionen.

Das Footballmatch war für Clemson Fans wiedereinmal ein Traum – Central Michigan wurde 70:14 abgefertigt (der höchste Sieg seit 26 Jahren), wir haben einige wunderschöne (mehr…)

Add comment 22. Okt., 2007

Ice & Chips

Was für die Engländer Fish&Chips ist, ist für die Amis Ice und Chips. Die werden zwar nicht zusammen aber jedes für sich in rauhen Mengen genossen.

Ice. Ich hab noch keinen Ami gesehn, der seinen Becher nicht zuerst mal mit Eiswürfeln vollfüllt, um nachher in die Lücken sein „soda“ (Softdrink) zu gießen. Weder die Außentemperatur noch die (meistens kühlere) Innentemperatur in den Dining-Halls oder Fastfood-Restaurants scheinen dabei einen wesentlichen Einfluss auf die Menge an ice zu haben. Dass das „soda“ ohnehin eiskalt aus den Maschinen kommt ist ebenso unwesentlich. Persönlich finde ich ja die Getränke 1) schon ohne Eis zu kalt und 2) mit Eis ziemlich mühsam zu trinken. Aber gut, ist wohl so ein Kultur-Ding. ;-)

Chips. Es scheint hier zum guten Ton zu gehören, als Nachtisch zu seinem Lunch oder Diner ein Päckchen Chips zu genießen. Das macht echt so gut wie jeder und bei sämtlichen Essensausgaben steht neben der Kassa auch ein mehr oder weniger großer Chipsständer mit diversen Sorten. Bei Subway wird man schon komisch angeschaut wenn man ernsthaft glaubhaft zu versuchen macht, dass man keine Chips zu seinem Sub will.

Einer Amerikanischen „Speise“ bin ich aber hoffnungslos verfallen: Peanut Butter & Jelly Sandwich. Ich bin echt süchtig danach… obwohl ich das Ganze natürlich mit Kanadischem Brot esse. :-)

1 comment 13. Okt., 2007

Picture Session 3 (12 pictures) – Party and Military Appreciation

Vor der Party...Zeit wiedermal für ein paar Fotos, oder? Bitte schön! :-) Letzten Freitag war eine ziemlich große Party, organisiert von Tomás und Stephane (Franzose bzw. Belgier) anlässlich ihrer Geburtstage. Dabei ist es ziemlich her gegangen, ein paar Schnappschüsse findet ihr „inside“.

Alle 12 Bilder bei Klick auf „more“!

Außerdem war am Samstag nicht nur das Footballmatch gegen Virginia Tech (welches wir übrigens übelst verloren haben ;-) ) sondern auch „Military Appreciation Day“. Dabei gab es auf dem Bowman Field einige militärische Gefährte von damals und heute zu sehen, für Kinder einen Kletterturm usw. Und ein großes Highlight: Ein Appache Kampfhubschrauber ist gelandet – ich hab einige coole Bilder davon gemacht! Also viel Spaß!

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2 comments 8. Okt., 2007

Fees and Waivers

Zwei Eigenheiten des Amerikanischen Lebens welche gleichermaßen alltäglich wie nervig sind: Fees und Waivers. Dass hier auf so ziemlich alles Fees (Gebühren) erhoben werden hab ich ja schon mal erwähnt. Im Normalfall sind die natürlich „non-refundable“. Bei ganz Gründlichen steht noch „for whatever reasons“ mit dabei.

Heute aber mehr zu Waivern. Zunächst bemühe ich zur Begriffsefinition Wikipedia:

A waiver is the voluntary relinquishment or surrender of some known right or privilege.

Also eine freiwillige Abtretung von bekannten Rechten und Privilegien. Auch Nicht-John-Grisham-Lesern dürfte ja bekannt sein, dass das Amerikanische Zivilrecht ganz nette Möglichkeiten einräumt, sich aufgrund der eigenen Dummheit bei anderen zu bereichern. Immer wieder liest man von Fällen wie jenem, bei dem McDonalds horrende Summen an Schadenersatz zahlen muss, weil sich ein werter Kunde am Kaffee die Zunge verbrannt hat. Dass es mir um den hiesigen McDonalds nicht wirklich leid tut ist eine andere Geschichte…!

Zurück zum Thema. Jedenfalls hat sich eben mit jener Tradition von grotesken Zivilklagen auch die Waiver Tradition eingebürgert. Jetzt darf man bei jeder Gelegenheit einen ein- bis dreiseitigen Wisch unterschreiben, auf dem man im Wesentlichen auf alle Klagerechte verzichtet. Netterweise wird man auch auf die Risiken der jeweiligen Aktion hingewiesen.

Manchmal mag das ja sinnvoll sein, aber einen Waiver für das Hallenfußballturnier hier!? Das kommt einem dann doch übertrieben vor. „Ja, ich bin mir darüber im Klaren, welche Risiken mit Fußball im allgemeinen und in der Halle im Speziellen verbunden sind.“ „Ja, ich weiß, dass es sich hierbei um eine Sportart mit Körperkontakt handelt.“ „Ja, auch vom Ball kann ich verletzt werden.“ Und so weiter und so fort. Eine Unterschrift bitte, und alle sind glücklich. Und jeder Teilnehmende – oder zumindest der, dersich den Waiver durchliest, bevor er ihn unterschreibt – zehn Minuten seiner Lebenszeit beraubt.

Für den heutigen Rafting Trip durfte ich gleich zwei Waiver unterzeichnen: einen für das Vermietungsunternehmen NOC (Nantahala Outdoor Center) und einen für die Recreation Abteilung der Uni. „Nein, ich werde weder die Uni, noch die Recreation Abteilung, noch ihre Angestellten oder die Betreuer verklagen, sollte mir etwas zustoßen“. Ach ja, meine Verwandte und Freunde dürfen das natürlich auch nicht.

Manchmal frag’ ich mich schon, warum ich hier überhaupt noch eine Dining Hall betreten darf, ohne einen „Hot-Cafe-Waiver“ unterzeichnen zu müssen. Aber he, vielleicht hab ich das ja getan, als ich mich hier inskribiert habe… da gab’s auch eine Menge zu unterschreiben!

Add comment 30. Sep., 2007

Kanadisches Brot

Wenn man als Europäer in die USA kommt ist die Sache mit dem Brot etwas … ähm … „problematisch“. Nicht, dass es hier kein Brot gibt. Im Gegenteil, es gibt sogar viel. Sehr viel. „Super-Sized“ Brotregale, wenn man so will – geht man in den Wallmart oder zu Bilo hat man gute Chancen 20 Meter Brotregale zu finden.

Und trotzdem: so richtig glücklich macht uns das Brot hier nicht. Das liegt vor allem daran, dass es 1) durch und durch weich ist, dass es 2) keine Kruste hat und dass es 3) etwas süßlich ungesund schmeckt. Wirklich gut beschreiben lässt sich das nicht. Aber stellt es euch so vor: Hier bekommt man Hamburger-Brot in allen Variationen. Aber sonst eben auch nichts. Das Brot hat zwar Brot-Laib Form aber der Geschmack und das „look and feel“ sind eben hamburgermäßig.

All das hat mich schon etwas frustriert gemacht – einmal isst man sowas schon gern, aber ständig? Es schmeckt nicht mehr und fühlt sich ungesund an…! Und dann die Erlösung: Kanadisches Brot! Versteckt auf einem kleinen Zusatzregal… das Brot hat eine Kruste! Ich sage nicht, dass es an die heimische Vielfalt heranreicht, aber immerhin mal ein gut genießbares Brot.

So, zu guter Letzt bleibt noch zu sagen: Ich will natürlich nicht das US-Brot runtermachen. Zum Großteil liegen meine Empfindungen sicher an jahrelangen Gewohnheiten und hier ist das Brot – für mich – wohl einfach nur „anders“. Und trotzdem: Danke Kanada. Danke für dein Brot.

1 comment 21. Sep., 2007

Classes – a lot to do

Ich belege hier 4 Fächer und hab trotzdem ständig viel zu tun. Uni läuft hier eben doch deutlich anders ab, als wir das gewohnt sind.

Bei den Vorlesungen gibt es ständig „homework„. Hat man „Glück“ und muss zu einem Fach auch noch ein lab belegen, kommen „lab assignments“ hinzu. Außerdem gibt es häufig „quizzes“ – eine Art Stundenwiederholung in Form kurzer Tests, in denen wichtige Dinge aus den letzten Einheiten abgefragt werden.

Und dann natürlich noch die „midterm exams„. Quizzes und homework reichen nicht, in jedem Fach gibt es zusätzlich zu alledem und zusätzlich zum „final exam“ eben auch zwei bis drei midterms. Das sind schriftliche Prüfungen, die eine Stunde dauern und maßgeblich in die Benotung einfließen.

Also ihr könnt euch schon denken, fad wird einem hier lerntechnisch jedenfalls nicht. Es gibt immer Hausübungen zu machen oder etwas zu lernen. Damit ihr euch das noch besser vorstellen könnt hier ein typisches Benotungsschema, entnommen aus dem Syllabus einer meiner Vorlesungen:

Assignments: 30%
Quizzes: 10%
Midterm (3): 30%
Final: 15%
Labs: 15%

Schlecht ist das ganze sicher nicht. Immerhin hängt nicht alles von einer punktuellen Leistung ab und man wird gezwungen kontinuierlich mitzulernen. Mehr laufende Arbeit halt ;-)

Warum ich das alles erzähl? Heute war mein erstes midterm exam und ich denke es ist ganz gut gelaufen! :-)

Add comment 19. Sep., 2007

$13.50

Money ECONAlso mein Wirtschaftskurs ECON 211 – „Principles of Microeconomics“ hat sich schon ausgezahlt. Und zwar wort-wörtlich. Ich war heute echt perplex, daher muss ich euch das gleich erzählen.

Also: wir hatten eine normale Stunde, haben ein bisschen etwas über die „one man economy“ von Crusoe und die „two men economy“ von Crusoe und Friday erfahren (die Wirtschafter unter euch fühlen sich sicher gerade in ein frühes Semester ihres Studiums zurückversetzt). Am Ende der class kommt eine Aufgabe für die Klasse: Wieviel Fische und Kokosnüsse können Crusoe und Friday maximal unter den und den Voraussetzungen produzieren? – „Write it on a piece of paper and hand it in“.

Gesagt, getan – nach kurzer Überlegung fällt mir die richtige Berechnung ein und ich geb’ meinen Wisch ab. Der Professor geht alle Zettel durch, sucht die richtigen heraus und verkündet, er wird jetzt zwei daraus ziehen und die beiden bekommen dann den Betrag auf dem Zettel in bar ausgezahlt.

Wie’s der Zufall so will zieht er mich gleich als ersten und tatsächlich. Ich bekomme 13.50 Dollar auf die Hand – übrigens die Menge, die Crusoe und Friday an Kokosnüssen produzieren können. ;-)

Ist euch sowas schon mal untergekommen? So darf’s weitergehn mit den Fächern hier…!

2 comments 13. Sep., 2007

Clemson Tigers vs. Florida State – 24:18

September 3rd 2007 – Now that was crazy! Ganz im Ernst, soetwas wie gestern hab ich noch nicht erlebt. Das Match und alles Drum-Herum hat Ausmaße angenommen, die man bei uns vielleicht bei Weltmeisterschaften erlebt – bedenkt es handelte sich hier um College Football! Angefangen hat das Ganze zum Mittag, als plötzlich die ganze Internationals-Clique in Richtung einer „Pre-Party“ aufbricht. Als wir dort um 2 ankommen ist das Fest schon im Gange, es wird Beer-Ping-Pong gespielt und immer wieder gibt es Keg-Stands.

Beer-Ping-Pong: An jedem Ende eines etwa 2*1 Meter großen Bretts stehen zwei Mitspieler. Sie haben vor sich eine Bier-Becher-Pyramide stehen. Jetzt wird mit einem Tischtennisball versucht in die Becher der anderen zu treffen. Ein getroffener Becher muss von den anderen geleert werden.

Keg-Stand: Ein Typ wird so in die Höhe gehoben, dass seine Beine über dem Kopf sind. Jetzt bekommt er den Zapfhahn des Bieres in den Mund und trinkt so lange er kann. Dazu wird ein Spruch aufgesagt und gezählt – so lässt sich die Performance messen.

Stefan, ein Belgier, nimmt die Herausforderung an und (mehr…)

2 comments 4. Sep., 2007

Supersize it!

Hier ist alles größer. Als erstes merkt man das, wenn man auf einem der Flughäfen hier ankommt. Unendlich lange Gänge. Wenn’s dann auch noch Nacht ist und der Terminal-Shuttle-Zug (so eine Art U-Bahn) nicht mehr fährt, man also 2 Meilen durch den immer genau gleich aussehenden Gang laufen darf, dann weiß man wie groß er eigentlich ist. Atlanta International zumindest ;-)

Weiter geht die Geschichte wenn man ertmals US-Luft schnuppert. Kaum aus dem Flughafen fallen die einfach um die Hälfte größeren Autos auf. Vor ein paar Jahren in New Orleans war der Eindruck noch stärker, aber auf jeden Fall auffällig ist es schon. Da passt dann auch gut dazu, dass Devin, der Ami aus dem Nachbarappartement, ein riesen Ford-SUV fährt. „Ten miles a gallon“ sagt er so nebenbei – so wird hier der Spritverbrauch angegeben. Das sind ungefähr 20 Liter auf 100 Kilometer!!! Naja, sein Motor ist ja auch super-sized: 320 PS.

Weiter im Text. Die (mehr…)

2 comments 2. Sep., 2007

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